5 Dinge die Sie über Domain und Marken-Management wissen sollten

1. Welchen Domain Namen soll ich wählen?

Sie sollten auf jeden Fall schauen, dass Ihr Domain Name Ihre Marke widerspiegelt. Er sollte kurz und einprägsam sein. Stellen Sie sich vor, sie bringen Ihre Domain auf ein Auto an, oder verwenden ihn in einer Print-Publikation. Hier sollte sie schnell und einfach erfassbar und merkbar sein. Fügen Sie Ihrer Domain keinesfalls Ihre Gesellschaftsform wie „gmbh“ hinzu.

Suchen Sie einen kurzen, einfachen Namen.

Wenn Ihre Firma zum Beispiel „Kroneberger Versicherungsmaker GmbH“ heisst, wählen Sie keinesfalls eine Domain wie „kronebergerversicherungsmaklergmbh.com“. Suchen Sie einen kurzen, einfachen und leicht merkbaren Namen, wie „kroneberger.com“ oder auch „kroneberger.versicherung“.

Sollte Ihr Firmennamen aus mehreren Wörtern bestehen, wie zum Beispiel „Cafe Kagran“, dann sollten Sie mehrere Varianten einer Domain in Betracht ziehen, zum Beispiel „cafekagran.at“,  oder „cafe-kagran.at“ oder „kagran.cafe“.  Oder Ihre Firma heisst „Imbiss Kreuzberg GmbH“, wären folgende Variante treffend: „imbisskreuzberg.de“, sowie „imbiss-kreuzberg.de“, als auch „imbiss-kreuzberg.berlin“ und „imbisskreuzberg.berlin“.

Registrieren Sie in diesem Fall auch die anderen Schreibweisen Ihres Namens, es wäre schade, wenn Sie diese Ihre Konkurrenz überlassen. Möglicherweise gewinnen Sie ein Gerichtsverfahren, und Sie bekommen letztlich eine Domain zugesprochen, so kostet dies nicht nur Geld, sondern vor allem auch Zeit. Und in dieser Zeit werden Ihre potentiellen Kunden zu Ihrer Konkurrenz weiter geleitet.

2. Die Wahl der TLD

Als kundiger Internet-Beobachter wissen Sie, dass viele Domain Namen nicht mehr nur auf .de .at, .com, .net enden, sondern oft ganz eigenartige Endungen auftauchen, die oftmals auch die Branche widerspiegeln. Sie werden feststellen, dass unter .com schon so gut wie alles mögliche und unmögliche vergeben ist.

Aber hier ist Ihre Chance: wählen Sie Ihren Firmennamen in Kombination einer neuen Top Level Domain, die auch ihre Geschäftstätigkeit widerspiegelt.

Suchen Sie durch die verfügbaren Top Level Domains, die am besten zu Ihrem Geschäftsmodell passen.

Ihre Firma ist zum Beispiel in Deutschland ansässig  und heißt „Zera Modetrends GmbH“. So wäre die beste Wahl für eine Domain „zera.de“, sowie „zera.fashion“ und „zera.moda“. Damit nennen Sie Domain Namen ihr Eigen, die nicht nur Ihre Marke zeigen, sondern auch eindeutig ihrem Geschäftsumfeld zugeordnet werden können. Trotzdem sind diese kurz und einprägsam.

 

3. Seien Sie schnell

Halten Sie stets im Auge, dass die Registrierung auf dem sogenannten „first come, first serve“ Prinzip funktioniert. In gut Deutsch: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. So kann es sein, dass jemand anderer just zu dem Zeitpunkt, wo auch Ihnen eine Domain eingefallen ist, die gleiche Idee hat.

Dazu sollten Sie auch wissen, dass bei dem Anbieter, wo Sie die Domain registrieren, dieser auch eine Echtzeitregistrierung hat. Es hilft Ihnen nichts, wenn Sie am Samstag Nacht eine Idee haben, die gewünschte Domain registrieren. Aber der Anbieter bearbeitet die Registrierungen erst am Montag. Wenn Sie Pech haben, registriert jemand ihren gewünschten Namen am Sonntag morgen bei einem Anbieter, der die Registrierungen automatisch verarbeitet und am Montag ist ihr begehrter Name bereits schon vergeben.

Daher ist es wichtig, dass Sie Ihre Domain bei einem Anbieter registrieren, der die Registrierungen automatisch verarbeitet.

Für gewöhnlich funktioniert das so, dass Sie eine Domain suchen, diese als verfügbar angezeigt wird und mit dieser sofort zu Kasse gehen können. Sobald Sie die Domaingebühr erfolgreich bezahlt haben, erfolgt die vollautomatische Registierunge der Domain. Sobald die Domain registriert ist, kann Ihnen den Namen niemand mehr weg nehmen.

 

4. Die Hauptdomain

Nehmen wir an, Sie haben nun alle Möglichkeiten ausgeschöpft und Sie haben 8 Domains registriert.

Aber jetzt ist es Zeit, eine Website zu erstellen. Was nun mit 8 Domains tun? Sie möchten keine 8 Webseiten erstellen. Sie möchten gerne eine Website und die anderen Domains auf diese Website zeigen lassen. Damit sind Sie für alle Domains unter der gleichen Seite erreichbar.

Dazu müssen Sie sich entscheiden, welche von Ihren registrierten Domains Ihre „Hauptdomain“ wird. Unter dieser sollten Sie dann auch Ihre E-Mail Adressen erstellen.

Die Hauptdomain sollte diese sein, mit der Sie auch Ihre Marke kommunizieren möchten. Wählen Sie dazu die einfachste und die einprägsamste Ihrer Domains, für die Sie sich entschieden haben.

 

5. Domain Verwaltung für die verschiedensten Top Level Domains

Zu aller erst, wenn Sie Ihre Domains registrieren, sollten Sie im Registrierungsprozess die Möglichkeit haben, einen Domain Kontakt zu erstellen. Erstellen Sie einen speziellen Kontakt-Datensatz, zum Beispiel „Domain Admin“ mit einer eigenen E-Mail Adresse, z.b. „domain@firma.de“.

Verwenden Sie für alle Ihre Domains immer den gleichen Datensatz mit der gleichen E-Mail Adresse.

Achten Sie darauf, dass Sie für diese E-Mail Adresse, die Sie für die Domainregistrierung verwenden, auch Weiterleitungen und Aliases erstellen und ändern können.

E-Mails von der Registrierungsstelle

Sie werden feststellen, dass Sie von verschiedenen Top Level Domains verschiedene und teilweise sehr viele E-Mails bekommen. Es werden Bestätigungen verlangt oder sie beinhalten anderweitig relevante Informationen. Diese Kommunikation mit den jeweiligen Regierungsstellen sollte für alle Domains, die Sie verwalten, an diese eine E-Mail Adresse kommen. So behalten Sie den Überblick.

Wenn Ihnen jedoch die Anzahl der E-Mails zu viel ist, die großteils auch in englischer Sprache sind und es für Sie schwer wird sie von Werbemails zu unterscheiden. Sie können diese Aufgabe auch delegieren an eine Person Ihres Vertrauens oder einen Beauftragtem im Unternehmen. In diesem Fall richten Sie lediglich eine Weiterleitung an die beauftragte Person ein.

In dem Fall, dass die Person, die Ihre Domain verwaltet nicht mehr Ihr Vertrauen genießt oder der Mitarbeiter das Unternehmen verlässt, löschen oder ändern Sie die E-Mail Weiterleitung.

Somit haben Sie Ihre Domains unter Kontrolle und es können keine Benachrichtigungen verloren gehen, so kann niemand Ihre Domains missbrauchen oder sogar übernehmen.

Wenn Ihre Firma so groß ist, oder Sie so viele Domains haben, dass Sie diese Aufgabe nicht selbst übernehmen möchten können Sie derartige Aufgaben auch auslagern und ein Domain Portfolio Management verwenden, wo alle Ihre Domains in Ihrem Namen verwaltet werden.

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